Ein neuer Wirkmechanismus

des Neurofeedback


Immer wieder wird die Wirkung des Neurofeedback in Frage gestellt, insbesondere von solchen Skeptikern, die vorwiegend materialistisch denken und handeln. Natürlich hat diese Sichtweise ihre Berechtigung. Sie ist jedoch nur der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man sich in der menschlichen Kommunikation einigen kann. Die kommenden großen Entdeckungen sind nicht materialistisch, sondern in der Informations-Sphäre angesiedelt. Dies sagt ein traditionell materialistisch geschulter Physiker. Eine der ganz großen Entdeckungen, die schon vor einiger Zeit bekannt wurde, soll hier eine wichtige Rolle spielen.


Einen Schritt weiter als die Materialisten gehen die Psychologen, wenn die Erfolge des Neurofeedback nicht zu übersehen sind. Der bisher anerkannte Wirkmechanismus ist die operante Konditionierung, das ist das Paradigma der behavioristischen Lernpsychologie:



Es betrifft das Erlernen von Mustern (Stimulus-Response) aus ursprünglich spontanem Verhalten. Die Häufigkeit eines Verhaltens wird durch seine angenehmen (appetitiven) oder unangenehmen (aversiven) Konsequenzen nachhaltig verändert. In der Alltagssprache ist das „Lernen am Erfolg“ oder „Reiz-ReaktionsLernen durch Belohnung/Bestrafung“, also angewendet auf das Training:



Zur Zeit tritt die theoretische Entwicklung des Neurofeedback weltweit auf der Stelle. Es gibt seit längerem keine bedeutende Theorie, die das Feld weiterbringen würde. Die technische Entwicklung der Gerätschaften geht zügig weiter, leider in so komplexer Weise, daß neu hinzukommende Interessenten oft abgeschreckt werden. Wir bedauern als Pioniere diese Entwicklung und wollen deshalb mit diesen Ausführungen einen Kontrapunkt und einen theoretischen Meilenstein setzen.


In unserem Methoden-Video wird dargelegt, daß nach der Anfangsphase des Trainings eine chaotische Phase im Verhalten des Klienten einsetzt. Dies ist gesetzmäßig, ein guter Therapeut kennt die Effekte. Die dritte Phase ist dann die eigentliche Zeitspanne, während der die Verbesserungen sich konsolidieren und für immer im Gehirn verankert bleiben.


Die Aufgabe und Kunst des Therapeuten besteht zunächst darin, das „starre“ Gehirnwellenbild des Klienten in Bewegung zu bringen, es zu „plastifizieren“. Je nach Vorwissen und Erfahrung des Therapeuten gelingt dies bald oder gar nicht bzw. ungemerkt. Die Anfangs-Trainingsphase muß diesen Prozeß in Gang setzen. Ergebnis des gelingenden Prozesses sind fluktuierende Gehirnwellenbilder, d.h. von Training zu Training ändern sich die Amplituden der Spektralwellenbänder in unvorhersehbarer Weise. Die „Chaosphase“ ist erreicht – im Bild unten sind Anfangs- und Endzustand an einem Beispiel vereinfacht visualisiert. Die Chaosphase liegt in der Mitte.




Einige neue Verhaltensweisen mischen sich unter Altbekanntes. Man muß genau hinschauen um sie zu entdecken. Keine Angst, das Gehirn gerät nicht ins totale Chaos, gemeint ist das deterministische Chaos, das vor ca. 30 Jahren bekannt wurde – eine visuell berühmt gewordene Figur als Metapher für das neue Chaos ist das Mandelbrodt`sche Apfelmännchen. Ein wesentlicher Begriff für diesen Zustand des Gehirns ist der „seltsame Attraktor“, metaphorisch einem neuen Verhaltenszug gleichzusetzen. Das Gehirn wird durch regelmäßiges Training plastischer als zuvor. Was passiert in diesem Zustand? Warum lohnt es sich, das Training intensiv fortzusetzen?


Soweit können aufgeschlossene Zeitgenossen noch zustimmen. Jetzt kommt die eigentliche Neuerung, ein Mechanismus, den wir aus den Erörterungen des „fünften Feldes“ von Ervin Laszlo direkt als Einwirkung auf das plastische Gehirn ableiten. Wir bitten unsere Leser wesentliche Merkmale des „deterministischen Chaos“ und des „fünften Feldes“ (das Quantenvakuum-Feld) im Internet zu „googlen“, detaillierte Erläuterungen dazu an dieser Stelle führen uns zu weit von unserem Thema weg.


Das Gehirn ist jetzt auf Empfang für Informationen aus dem kollektiven Wissensschatz der Menschheit gegangen, welcher im fünften Feld vorhanden ist. Nur im plastischen Zustand ist das möglich, im stabilen Zustand ist das (bis auf Ausnahmen) praktisch unmöglich. Die theoretische (physikalisch-mathematische) Begründung dazu hat Ervin Laszlo (z.B. in „Kosmische Kreativität“) gegeben. Die Stringenz der Argumentation ist wissenschaftlich einmalig, wir bitten den Leser diese Ausführungen nicht als Ausflug in die Esoterik mißzuverstehen. Zudem haben wir selbst persönliche Erfahrungen mit der Stimmigkeit dieser Aussagen, wußten allerdings (jahrzehntelang) bis jetzt nicht wie wir diese erklären sollten. Das ist nun grundlegend anders. Wir halten Laszlo für einen „neuen Einstein“.


Das Gehirn ist eine dissipative Struktur. Nach dem Erfinder Ilya Prigogine bezieht diese sich auf offene Systeme, seien es Organe, Menschen, Organisationen, Gesellschaften usw., die sich in einem ständigen Prozeß inneren Wechselspiels weiterentwickeln ("Ordnung durch Fluktuation"). Dieser andauernde Veränderungsprozeß führt nicht zu größerer Unordnung, Zufälligkeit und reinem Chaos - wie nach dem zweiten thermodynamischen Grundgesetz anzunehmen wäre - sondern zu Ordnungsstrukturen. Diese Entdeckung widerspricht der Annahme, daß Unordnung notwendigerweise zu Zerfall und reinem Chaos führt. Allerdings existiert eine dissipative Struktur immer am Rande zwischen Ordnung und deterministischem Chaos. Ihre Stabilität ist üblicherweise gewährleistet – im großen und ganzen. Kleine Instabilitäten führen zu kleinem temporärem Chaos – und nach einiger Zeit zurück in die alte Ordnung. Wenn die Störung der alten Ordnung jedoch groß ist und sie selbst sehr starr war, ist die alte Struktur nicht mehr aufrechtzuerhalten. Dann passiert etwas wie in dem Bild dargestellt.




Ein unflexibles Gehirn – starre Traumata in verschiedenen Bereichen – wird kleine Störungen – z. B. üblicher Streß im Alltag – verkraften können. Wenn jedoch Dauerstreß existiert (dieser kann von Geburt her eingeprägt sein) und z. B. eine schwere Mobbing-Situation im Beruf dazukommt, die länger andauert, so wird die Toleranzgrenze überschritten und das Gehirn wird mit Ausfallerscheinungen („burn-out“) reagieren. Das System wird als Ganzes destabilisiert und gerät in Fluktuationen. Nun kommt es auf die Randbedingungen an, ob das Gehirn in eine Struktur niederer oder höherer Ordnung übergeht. Theoretisch sind die Chancen 50:50. Das Bild zeigt den günstigsten Fall.


Wir wollen unsere Leser nicht erschrecken, sondern einen guten Ausgang herbeiführen, allerdings mit wissenschaftlicher Grundlage. Jeder weiß, daß es die ungünstigen Fälle gibt. Der Weg zurück in die alte Ordnung ist versperrt, wie vermeidet man eine unerwünschte Lösung, mit noch schlechterer Zukunftsperspektive als die in der alten Ordnung? Zwei Parameter sind entscheidend: das Gehirn muß plastisch sein, die Randbedingungen sollen günstig sein. Parameter Nr. 1 ist in der Realität meist nicht gegeben, auch eine gute Gesprächs- oder andere anerkannte Therapie kann das nicht leisten – leider. Gespräche und Verhaltensratschläge sind ungeeignet, weil sie nur das Rindenhirn erreichen und keine Tiefenwirkung haben. Üblicherweise greift dann die medikamentöse Therapie, denn die hat Zugang zu den Tiefenschichten des Gehirns. Allerdings sind Medikamente (hier Psychopharmaka) sehr zielgenaue, materialistische Werkzeuge, im wesentlichen sedieren sie (Tranquilizer) oder sie regen an (Amphetamine). Das Trauma bleibt unberührt, seine jetzt virulent nach außen sichtbare Wirkung wird nur gedämpft.


Also, wir bevorzugen das mechanische Modell: eine gewisse Plastifizierung ist unverzichtbar, denn dann können gute Randbedingungen einen günstigen Einfluß auf den Zustand des Gehirns im deterministischen Chaos ausüben. Das Trauma wird „geknetet“, seine innere Energie wird graduell freigesetzt. Das deterministische Chaos ist erwünscht, damit Veränderungen möglich werden. Das Neurofeedback-Training kann einem Knetwerkzeug gleichgesetzt werden, die Gehirnwellen-Konstellation (Tiefenwirkung) wird allmählich verändert und damit das Trauma plastifiziert. Es setzt seine bis dahin in der Starre gespeicherte Energie frei. Dadurch entstehen größere Fluktuationen wie im Bild oben Mitte zu sehen ist. Diese sind Sprünge zwischen sog. „seltsamen Attraktoren“. Beobachtbar nach außen sind das schnelle Verhaltensveränderungen, auch neuartige, eine sensitive Phase für den Klienten, die ihm gut tut. Scharfe ebenfalls sensitive Beobachter/Therapeuten – die Situation des Neurofeedback-Training - bemerken die Veränderungen im Verhalten und bestärken die Veränderungen – damit sind günstige Randbedingungen geschaffen. Wenn der gute Therapeut/Berater/Freund nicht da ist und die Lebensumstände des Klienten ungünstig sind, gibt es trotzdem eine Chance größer 50:50 (s.o. Chaostheorie) zur Weiterentwicklung, wenn der Klient klar im Bewußtsein bleibt, die permanente Kontrolle behält. Warum??


Hier kommt jetzt der Auftritt des „fünften Feldes“ von Ervin Laszlo. Wir zitieren den Autor selbst zur Definition seines - neben den vier physikalischen Grundfeldern Gravitation, Elektromagnetismus, schwache und starke Kernkraft - neuen fünften Grundfeldes.







Es besteht eine permanente Wechselwirkung zwischen den „Vektorwellenfeldern“ der Raumzeit und den „Skalarwellenfeldern“ des Vakuums (s. Bild), sie in-formieren einander dauernd und schon ewig in der Zeit – nach Laszlo; allerdings nicht direkt sondern nach dem Mechanismus der Holographie. Nachweisbar ist das nur indirekt an Phänomenen, die in der Raumzeit beobachtbar sind. Die für uns hier wichtige Aussage ist, daß das Gehirn – eine hochkomplexe dissipative Struktur – vom Skalarfeld nur in besonderen sensitiven Phasen sosehr beeinflußt werden kann, daß es bis zum Bewußtsein durchdringt.


wird laufend fortgesetzt.... wir bitten die Leser um Geduld.